Die Hochschule Coburg hat ihre Wurzeln im Bauhandwerk. Ihre
Geschichte im Überblick:
Die Ursprünge der Hochschule Coburg gehen auf die Handwerkerschule zurück, die 1814 von dem herzoglich-sächsischen Architekten Friedrich Streib (1781 – 1852) gegründet wurde. Aufgabe der Schule war es, die Bauhandwerker der damaligen Zeit auf das Meisterrecht vorzubereiten. Nach dem Tod Friedrich Streibs wurde die Handwerkerschule als Herzogliche Baugewerkschule neu errichtet.
Nach dem Anschluss Coburgs an den Freistaat Bayern im Jahr 1920 wurde aus der Herzoglichen Bildungsstätte die „Staatliche Bauschule“. Und zwischen 1933 und 1939 trug sie den Namen „Höhere technische Staatslehranstalt für Hoch- und Tiefbau“.
Nach dem zweiten Weltkrieg startete sie als erste Staatsbauschule Bayerns mit 193 Studierenden. Von 1951 an hieß sie dann „Ingenieurschule für Hoch- und Tiefbau“.
Ende der fünfziger Jahre ging die Ära der reinen „Bauschule“ zu Ende. Die Ingenieurschule wurde um die Fachgebiete Maschinenbau und Elektrotechnik erweitert und so zum Polytechnikum ausgebaut. Das neue Polytechnikum siedelte sich 1960 auf dem heutigen Campus „Friedrich-Streib-Straße“ an.
Als 1971 in Bayern die Fachhochschulen entstanden, wurde aus dem Coburger Polytechnikum die Fachhochschule Coburg, der die Textilfach- und die Ingenieurschule Münchberg angegliedert wurde. Neben Coburg gab es damals nur sieben weitere staatliche FHs in Bayern, und zwar in München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Würzburg, Rosenheim und Weihenstephan. Zudem kamen mit Wirtschaft und Sozialwesen zwei neue Studienrichtungen hinzu, die den Charakter der rein technisch ausgerichteten Ausbildung stark veränderten und das Fächerspektrum deutlich erweiterten.
Mit dem Start des Studiengangs Innenarchitektur im Jahr 1975 wurde der Grundstein gelegt für den Design-Standort Coburg. Die seit 1989 stattfindenden Coburger Designtage ziehen jährlich über 10.000 Besucher an und finden überregional Beachtung.
1999 wurde die Hochschule um den DesignCampus Hofbrauhaus erweitert. Der Freistaat Bayern mietet für die Hochschule das wiederhergestellte Hofbrauhaus an, in dem seither Dozenten und Studierende der Innenarchitektur und des Integriertes Produktdesign lehren und arbeiten.
Am 1. März 2000 wurde die Abteilung Münchberg mit dem Fachbereich Textiltechnik und –gestaltung der Hochschule Hof angegliedert.
Derzeit studieren knapp 4.000 junge Frauen und Männer aus 40 Nationen an der Hochschule Coburg. Um für den weiteren Ausbau gerüstet zu sein, baut der Freistaat Bayern auf dem Campus „Friedrich Streib Straße“ zwei neue Hörsäle mit insgesamt 450 Plätzen. Zudem wird die Aula und ein Verwaltungs- und Hörsaalgebäude renoviert. Darüber hinaus fiel 2010 die Entscheidung für einen Bestellbau auf dem Campus „Hofbrauhaus“. Dort soll 2012 die Fakultät mit den Studiengängen Architektur, Bauingenieurwesen, Innenarchitektur und Integriertes Produktdesign unter einem Dach vereint werden.
Hochschule Coburg
Coburg University of Applied Sciences
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Coburg